Rothenburg ob der Tauber

Weltbekanntes Kleinod im Taubertal

Rothenburg ob der Tauber ist ein wunderschönes mittelalterliches Städtchen in Bayern. Die weltbekannte Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber befindet sich im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Rothenburg ob der Tauber ist heute eine fast weltweit bekannte touristische Attraktion.

Rathaus am Marktplatz - Rothenburg ob der Tauber
Auf dem Marktplatz von Rothenburg ob der Tauber

Täglich strömen Touristen aus aller Welt in die beliebte Altstadt von Rothenburg. In Rothenburg leben derzeit etwa 11.000 Menschen. Rothenburg ob der Tauber liegt malerisch auf einer Anhöhe über dem Taubertal. Die Grenze zu Baden-Württemberg befindet sich in unmittelbarer Nähe. Seit dem Jahre 1803 gehört die ehemalige Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber zu Bayern.

Der 2. Weltkrieg in Rothenburg

Während der Nazizeit bis zum Jahr 1945 hatten die Nationalsozialisten das Sagen in Rothenburg ob der Tauber. Dies war keine gute Zeit für die Stadt. Am 31. März 1945, am Ende des 2. Weltkriegs wurde Rothenburg aus der Luft bombardiert. Dabei kamen 39 Rothenburger Bürger ums Leben. Gebäude wurde zerstört, glücklicherweise aber überstand die Altstadt den Bombenangriff relativ schadlos. Die kulturell "wichtigen Bauwerke" wurden nur leicht beschädigt. Amerikanische Bürger spendeten viel Geld, um die Stadt wieder original aufzubauen.

Stadtrecht für Rothenburg

Rothenburg ob der Tauber erwuchs aus dem heutigen Rothenburger Stadtteil Detwang. Die bestimmenden Herren in Rothenburg im frühen Mittelalter waren die "Grafen von Comburg-Rothenburg". Die Grafen von Comburg-Rothenburg erbauten im 11. Jahrhundert auf dem Hügel mit heutigem Namen "Essigkrug" ihre Residenz, die Burg Rothenburg. Die Zeit der Grafen ging jedoch bald wieder zu Ende. Mitte des 12.Jahrhunderts erbaute Konrad von Hohenstaufen die Stauferburg Rothenburg neu. Daraus entwickelte sich letztendlich das heutige Rothenburg. König Rudolf von Habsburg erklärte Rothenburg ob der Tauber im Jahre 1274 zur "Freien Reichsstadt Rothenburg" mit allen Stadtrechten.

Siebersturm und Plönlein in Rothenburg
Siebersturm und Plönlein-Fachwerkhaus

Heinrich Toppler, Bürgermeister von Rothenburg

Heinrich Toppler war Politiker und Bürgermeister, der Anfang des 15. Jahrhunderts eine wichtige Person in Rothenburg ob der Tauber war. Er machte Rothenburg ob der Tauber zu einer mächtigen Stadt in Süddeutschland. ER kaufte im Namen der Stadt Rothenburg unzählige Besitztümer des verarmten Adels in der Umgebung auf und wurde dadurch immer mächtiger.

Die Stadt Rothenburg wurde von Toppler stark befestigt, um gegen kriegerische Angriffe gewappnet zu sein. Toppler machte sich Feinde in politischen Kreisen. Dazu brachte er Rothenburg mit Spekulationen an den Rand des Ruins. Letztendlich endete sein Leben im Jahre 1408 im Kerker zu Rothenburg. Sein "Vermächtnis" an Rothenburg ob der Tauber ist das Topplerschlösschen. Dieses Haus besteht aus einem mächtigen, gemauerten Sockel aus Stein, auf dem ein Fachwerkhaus ruht.

Der Meistertrunk von Rothenburg

Während des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1631 wurde Rothenburg ob der Tauber vom schwedischen General und Grafen "Johann von Tilly" und seiner 60.000 Mann starken Armee eingenommen. Rothenburg sollte zunächst vollständig zerstört werden. Der schwedische General gab Rothenburg die Chance, die Zerstörung abzuwenden. Bedingung war, dass der Bürgermeister der Stadt einen Krug mit dreieinviertel Liter Frankenwein ohne abzusetzen leer zu trinken hatte. Der Bürgermeister vollbrachte diese Meisterleistung; dadurch wurde die Stadt Rothenburg vor der Zerstörung bewahrt.

Historische Schmiede in Rothenburg
Gerlachschmiede in Rothenburg

Das Festspiel "Der Meistertrunk" erinnert noch an diese Begebenheit. Jährlich zu Pfingsten verwandelt sich Rothenburg zum Gedenken an den Meisterdrunk in das Rothenburg des Dreißigjährigen Krieges.Berühmt ist das Glockenspiel am Marktplatz der mittelfränkischen Stadt. Ein besonderes Highlight ist der Weihnachtsmarkt am Jahresende in Rothenburg.