Republik Kongo

Tropischer Regenwald und Erdöl

Die Republik Kongo trug bis zum Jahr 1960 den Namen Mittelkongo und befindet sich in Zentralafrika. Die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist die Stadt Brazzaville, mit etwa 2,3 Millionen Einwohnern im Jahr 2021. Brazzaville liegt an der Landesgrenze zur Demokratischen Republik Kongo, genau gegenüber der dortigen Hauptstadt Kinshasa. Mit einer Fläche von 342.000 km² und etwa 5,3 Millionen Menschen als Einwohner ist der zentralafrikanische Staat nicht dicht besiedelt. Die Bevölkerung ballt sich vor allem in den großen Städten.

Markttreiben in der Stadt Bomassa
Unterwegs auf dem Markt in der Stadt Bomassa

Tropenklima und Meeresbrise

Am Rande des Kongobeckens gelegen, herrscht in der Republik Kongo ganzjährig ein tropisches-feuchtheißes Klima mit tropischen Temperaturen. Die Regenzeit reicht etwa von September bis Juni. Dann kann es, gerade im Süden des Landes, zu großflächigen Überschwemmungen kommen. Große Teile des Landes sind mit tropischem Regenwald bestanden. Nur an der Atlantikküste ist das Klima etwas milder. Im Staat sind unterschiedliche Volksgruppen zu Hause. Neben den zahlreichen nationalen Sprachen, gilt Französisch als offizielle Amtssprache. Im Jahr 1960 erlangte die Republik Kongo die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich.

Seehafen als großer Handelsplatz

Die politische Situation im Land ist als relativ stabil zu bezeichnen. Jedoch sollte man bei Reisen durchs Land große Vorsicht walten lassen. Besonders in bestimmten Bezirken der Großstädte ist die Kriminalitätsrate hoch. Die Förderung von Erdöl ist der stärkste Wirtschaftszweig der Republik Kongo. Bedauerlicherweise gehört auch der Export von abgeholzten Tropenhölzer zu den Devisenbringern. Durch den vorhandenen Zugang zu den Weltmeeren, den Seehafen von Pointe-Noire, können die Exportgüter direkt in alle Welt gelangen. Offizielles Zahlungsmittel ist der CFA Franc. 100 CFA Franc besitzen im Jahr 2021 einen Gegenwert von 0,15 Euro. Gelbfieber, Malaria und HIV gehören zu den größten Gesundheitsgefahren im Land.

Schlechte Infrastruktur - gefährdete Flora und Fauna

Die Infrastruktur der Republik ist stark verbesserungswürdig.Überlandfahrten mit dem Auto sind als relativ gefährlich. Nachtfahrten sind ganz zu vermeiden. Im Flugzeug ist man bei Inlandsflügen am sichersten aufgehoben. Wie im gesamten Kongobecken, ist die Abholzung des Regenwaldes die größte Gefahr für die dort noch vorhandene und äußerst schützenswerte Flora und Fauna.

Landkarte - Republik Kongo

Landkarte der Republik Kongo



Landkarte der Erde - Republik Kongo in Afrika
Karte der Republik Kongo in Afrika
Flagge der Republik Kongo



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