Ruanda im östlichen Afrika

Land der Tausend Hügel

Der relativ kleine Staat Ruanda liegt im Osten des afrikanischen Kontinents. Ruanda ist seit 1962 ein unabhängiger Staat. Das Land ist relativ dicht besiedelt. Die Hutu und die Tutsi sind die größten Volksgruppen in Ruanda. Weltweit bekannt wurde das ostafrikanische Land durch den grausamen Völkermord im Jahr 1984. Radikale Hutu ermordeten auf bestialische Weise etwa 80.000 Menschen der Tutsi, aber auch zahlreiche Menschen ihrer eigenen Volksgruppe. Die Förderung von Bodenschätzen bringen etwas Geld in das Land, das Wirtschaftswachstum ist für Afrika überdurchschnittlich. Trotzdem zählt Ruanda auch heute noch zu den ärmsten Ländern in Afrika. Seit dem Jahr 2000 besitzt das Land eine autoritäre Staatsführung.

Kigali in Ruanda
Blick auf die Hauptstadt Kigali

Am ostafrikanischen Grabenbruch

Fast zentral im Lande gelegen, ist Kigali die Hauptstadt von Ruanda. Im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo befindet sich der große und sehr tiefe Kiwusee. In dieser Nord-Süd-Ausdehnung verläuft der ostafrikanische Grabenbruch. Die Staatsgrenze zur DR Kongo verläuft fast mittig vertikal durch den See. Fast 13 Millionen Menschen leben im Jahr 2021 in Ruanda, bei einer Fläche von 26.338 km². Die Wachstumsdynamik der Bevölkerungszahl hält nach wie vor an. Die Währung von Ruanda ist der Ruanda-Francs (RWF). Im Jahr 2021 entsprechen 1.000 Ruanda-Francs einem Gegenwert von 0,85 Euro. Neben den historischen Sprachen der Volksgruppen, wird in Ruanda Englisch und Französisch gesprochen.

Trommeln in Ruanda
Feier für die gefährdeten Berggorillas - Batwa-Volk in Musanze in Ruanda

Wassermassen, Gorillas und Vulkane

Der Großteil des ostafrikanischen Landes besteht aus einer hochgelegenen Hügellandschaft. Im Norden des ostafrikanischen Staates befindet sich die Region der Virunga-Vulkane, welche in Höhen bis zu 4.500 Metern reichen. Dort leben die sehr seltenen und gefährdeten Berggorillas im Bergregenwald. Der äußerste Osten von Ruanda wird von Seenlandschaften und Sumpfgebieten geprägt. Das Klima in Ruanda ist als feucht zu bezeichnen, es herrscht tropisches Hochlandklima vor. Durch das ausgeprägte Hochland, wird es im ostafrikanischen Staat nicht ganz so heiß. Zweimal im Jahr muss das Land durch Regenzeiten größere Wassermengen verkraften.

Ruandas bedeutende Flora und Fauna

Durch extreme Wetter- und Klimakapriolen im Land wird fast regelmäßig ein Teil der Ernte, meist im Zentrum des Landes, vernichtet. Hungersnöte sind dann keine Seltenheit. Neben Zentral-Ruanda, ist auch der Südwesten für Landwirtschaft geeignet. Im Norden, im Bereich der Virunga-Vulkane, konnten letzte Reste eines feucht-nebeligen Bergregenwaldes bewahrt werden. Die reichhaltige und vielfältige Flora und Fauna dieser Region ist äußerst schützenswert und stark gefährdet.

Virunga - Vulkane in Ruanda
Virunga-Vulkanregion im Norden von Ruanda

Vorreiter im Umweltschutz

Trotz allem. Ruanda ist in Afrika führend in Sachen Unweltschutz, bei der Müllvermeidung. So gilt die Hauptstadt Kigali als eine der saubersten Städte in ganz Afrika. Es gibt Mülltrennung, und Plastiktüten sind im ganzen Land verboten. Zur Sicherung der benötigten Energie, wird stark auf Wasserkraftwerke gesetzt. In Ruanda gibt es drei ausgewiesene Nationalparks. Zu erreichen ist das Land am besten über den Flughafen in Kigali.

Gute Verkehrsinfrastruktur

In bestimmten Regionen des Landes besteht die Gefahr von terroristischen und kriminellen Übergriffen. Auch die Kleinkriminalität ist im Wachsen begriffen. Daher sollte man nie alleine durchs Land reisen. Große Ansammlungen von Menschen in den Städten sollten gemieden werden. Ruanda liegt in einer erdbebengefährdeten Region, ab und an gibt es Vulkanausbrüche in der Virunga-Region. Die Verkehrsinfrastruktur ist für afrikanische Verhältnisse gut ausgebaut. Je weiter man sich von den Städten entfernt, um so schlechter werden jedoch die Straßenverhältnisse. Die Nationalparks sollten nur mit einem ausgebildeten Führer besucht werden.

Landkarte von Ruanda

Landkarte von Ruanda


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