Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Beeindruckendes Wunder der Natur

Der Grand Canyon mit dem Colorado River entstand in der heutigen Form in Jahrmillionen durch erosive Einflüsse von Wasser, Frost, Hitze und Wind. Sehr gut kann man die unterschiedlichen Gesteinsschichten aus verschiedenen Zeitepochen des Grand Canyons erkennen. Der Grand-Canyon-Nationalpark befindet sich im US-Bundesstaat Arizona. Ein Besucherpass für den Grand Canyon kostet derzeit im Jahr 2021 etwa 11 Euro. Der Pass ist sieben Tage gültig.

Colorado River - Grand Canyon in Arizona
Blick in die Erdgeschichte - Grand Canyon mit Colorado River

Im Laufe der Erdgeschichte wurde das heutige Colorado-Plateau vom Meeresspiegel etwa 2 Kilometer in die Höhe gehoben. Seit etwa 6 Millionen Jahren gräbt der Colorado River sein Bett immer tiefer in die Gesteinsschichten des Grand Canyons hinein.

Weltwunder und Weltnaturerbe

Jedes Jahr besuchen mehr als vier Millionen Menschen den Grand Canyon National Park. Der bekannteste Nationalpark der USA besitzt eine Fläche von 4.900 km². Im Jahre 1908 wurde dem Grand Canyon der Status eines National Monument zugewiesen, bevor er im Jahre 1919 zum Grand-Canyon-Nationalpark wurde. Im Jahre 1979 erhielt der Grand Canyon National Park von der UNESCO den Status eines Weltnaturerbes. Der Canyon im Nordwesten von Arizona besitzt eine Länge von etwa 450 Kilometer.

Grand Canyon Colorado River - Schlauchboot
Unterwegs auf dem Colorado River - Rafting mit dem Schlauchboot

Besiedlung des Grand Canyon

Schon vor etwa 3.000 Jahren lebten Native Americans im Bereich des heutigen Grand-Canyon-Nationalparks. Die heute unter dem Namen Anasazi bekannte Native Americans kamen 1.000 Jahre später in das Gebiet. Sie gründeten kleinere Siedlungen und ernährten sich von der Jagd und einfacher Landwirtschaft. Hoch in den Felsen der gigantischen Schlucht wurden in jüngster Zeit zahlreiche Felsenzeichnungen der Anasazi entdeckt.

Heimat indianischer Völker

Vor etwa 700 Jahre verließen die Anasazi das Gebiet; dafür ließ sich dort das Volk der Hopi nieder. Noch heute leben Native Americans im Gebiet des Grand Canyons. Es sind die Hayasupi. Im 16. Jahrhundert kamen erstmals weiße Menschen an den Grand Canyon. Es waren Spanier, die im Auftrag von Francisco Vasquez de Coronado das Land erforschten. Die Spanier beurteilten den Grand Canyon als wertloses Gebiet. Danach kamen für etwa 200 Jahre keine Weißen mehr in das unzugängliche Gebiet im Nordwesten von Arizona.

Hoover-Staudamm am Colorado River

Der durch den Grand Canyon fließende Colorado River war bis zur Fertigstellung des Hoover-Staudamms im Jahre 1935 ein unberechenbarer und wilder Fluss. Regelmäßig kam es in den engen Passagen der Schlucht zu Hochwasser und Sturzfluten. Durch den Staudamm wurde der Colorado River erheblich gezähmt. Die Flora und Fauna innerhalb Canyons wurde dadurch jedoch sichtbar verändert. In Millionen von Jahren hat sich die Natur innerhalb des Canyons an den ungezähmten Colorado River angepasst, mit seinen Überschwemmungen und Stromschnellen. Durch den Staudamm wurden die natürlichen Abläufe im Canyon stark beeinflusst und gestört. Heute wird der Grand Canyon durch den Colorado River regelmäßig geflutet, aber wie vorher wird es nicht mehr werden.

Grand Canyon Skywalk

Außerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks gibt es seit 2007 den Grand Canyon Skywalk. Die Native Americans der Hualapai haben eine Plattform am Rande des Grand Canyons errichtet, welche weit über die Abbruchkante hinaus ragt. Der Boden ist aus Panzerglas und ist durchsichtig. Der Skywalk befindet sich im Hualapai-Reservat. Der Gang über den Skywalk ist in einem Rahmenprogramm der Hualapai integriert (Ranch-Besuch, Shuttle-Service) und kostet daher für eine erwachsene Person 75 $. Der Gang auf die Plattform mit freier Platzwahl kostet im Jahr 59 US-Dollar je Person.

Skywalk im Grand Canyon - Arizona
Nur für mutige Zeitgenossen - Skywalk Grand Canyon

South Rim Abbruchkante - hohe Besucherzahlen

Etwa 90% der Besucher nähern sich dem Grand Canyon vom Süden her. Die Anfahrt zum Canyon kann gerade in der Ferienzeit etwas Stress bedeuten aufgrund der hohen Besucherzahlen. Die verkehrstechnische Erreichbarkeit des Canyons von der Südseite aus ist sehr gut. Im Sommer sind jedoch fast alle Parkplätze belegt; eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe in der Ferienzeit zu finden, ist fast unmöglich. Eine gut ausgebaute Straße führt in einiger Entfernung parallel entlang des Grand Canyons. So kann man leicht die beliebten Aussichtspunkte ansteuern. Es gibt zahlreiche Wanderwege auf dem Colorado-Plateau, sowie Führungen hinunter in den Grand Canyon, auch mit trittsicheren Maultieren. Helikopter-Flüge über den Grand Canyon werden ebenso angeboten. Das Grand Canyon Village befindet sich auf der Südseite des Canyons. Die Annäherung über die nördliche Abbruchkante, den North Rim, ist nicht so komfortabel, doch dort ist es ruhiger und weniger stressig, da die Besucherzahlen dort geringer sind. Der Bright Angel Point und Angel Window sind am North Rim beliebte Aussichtspunkte.

Camping am Grand Canyon

Sowohl im Bereich "South Rim", als auch "North Rim" gibt es innerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks mehrere Campingplätze und RV Parks für Campingfreunde. Man sollte sich jedoch vorher schon amelden, gerade im Sommer.



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