Neumünsterkirche in Würzburg

Schönheit im Schatten des Würzburger Doms

Die Neumünsterkirche befindet sich in unmittelbarer Nähe des Würzburger Kiliansdoms. Die Neumünsterkirche in Würzburg ist zwar keine Dom, sieht aber trotzdem sehr imposant aus. Ein Würzburger Bischof hat die Neumünsterkirche zum Gedenken an die Würzburger "Heiligen" Kilian, Kolonat und Totnan errichten lassen.

Neumünsterkirche in Würzburg
Fassade der Neumünsterkirche

Andere Quellen sagen, dass es die Nachfolgerkirche des ersten Doms zu Würzburg werden sollte, der im Jahre 855 von einem Feuer zerstört wurde. Die Bezeichnung "Dom" ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, nach heutigen Maßstäben.

Kunst unwiederbringlich zerstört

Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Kirche zu einem Kollegiatsstift umfunktioniert. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche immer wieder vergrößert, ausgebaut, verändert und restauriert. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch diese Kirche zerstört. Dabei wurden unbezahlbare Werke des Künstlers Tilmann Riemenschneider und Werke weiterer Künstler sinnlos vernichtet.




Restaurierte Schönheit

Ihr heutiges Aussehen erhielt die Basilika bei Restaurationsarbeiten in den Jahren 1983 bis 1985. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Stift aufgelöst; die Kirche wurde zu einem Munitionsdepot. Erst 1908 wurde die Kirche wieder als solche genutzt. Die Kiliansgruft ist das besondere an der Neumünsterkirche. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Der in Bronze gegossene Kiliansschrein befindet sich auf dem Kiliansaltar. Dazu befinden sich noch hervorragend gearbeitete Büsten der Würzburger Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan in unmittelbarer Nähe zum Hauptaltar. Sie wurden nach Vorlagen von Tilmann Riemenschneider angefertigt.

Nahe Ruhestätte des "Walter von der Vogelweide"

Der Kreuzgarten, Lusamgärtlein genannt, schließt sich nördlich an die Kirche an. In diesem "Gärtlein" soll Walther von der Vogelweide begraben worden sein. Er starb im Jahre 1230.

Landkarte von Bayern - Würzburg / Unterfranken