Weltzeituhr in Berlin-Mitte

Alle Zeit der Welt

Die berühmte Weltzeituhr in Berlin wurde zu DDR-Zeiten im Jahr 1969 erbaut. Der DDR-Designer Erich John entwarf einst die Weltzeituhr. Die Uhr war Teil der Neugestaltung des Berliner Alexanderplatzes im Stil der sozialistischen Moderne. In der Zeit vor der DDR-Gründung besaß der Alexanderplatz wesentlich kleinere Ausmaße. Die Weltzeituhr, auch Urania-Weltzeituhr genannt, befindet sich auf dem Alexanderplatz im Berliner Bezirk Berlin-Mitte und war zu Zeiten der DDR ein beliebter Treffpunkt in Ost-Berlin. Das Gebilde der Weltzeituhr in Berlin wiegt 16 Tonnen und wurde zuletzt im Jahr 1997 eingehend restauriert. Dabei wurden unter anderem Zeitzonen und Städtenamen hinzugefügt und namentlich aktualisiert. Auch Teile der Steuerungstechnik wurden erneuert. Als besonderes Monument der DDR steht die Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz seit 2015 unter Denkmalschutz.

Weltzeituhr am Alexanderplatz in Berlin-Mitte
Weltzeituhr am Alexanderplatz - Berlin

Urania-Weltzeituhr - eine technische Meisterleistung

Jede Seite des 24seitigen Zylinders des zentralen Körpers stellt eine Zeitzone der Erde dar. Rings um den Zylinder wandert ein farbiger Stundenring. Den oberen Abschluss des insgesamt 10 Meter hohen, technischen Bauwerks bildet eine vereinfachte, rotierende Darstellung unseres Sonnensystems. Das Planetensystem als oberer Abschluss der Weltzeituhr dreht sich ein Mal pro Minute um sich selbst. Auf dem Boden unter der Weltzeituhr befindet sich ein Steinmosaik in Form einer Windrose.

Unter der Weltzeituhr befindet sich ein Raum. Dort ist die Steuerungstechnik für die Urania-Weltzeituhr untergebracht. In den Wochen vor dem Ende der DDR 1989 versammelten sich am Alexanderplatz an der Weltzeituhr regelmäßig zahlreiche Oppositionelle und schrien ihren Unmut über die Zustände in der DDR heraus.




Landkarte von Berlin - Berlin-Mitte



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