Chilehaus in Hamburg

Kontorhaus mit Schiffsbug

Das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel gehört aufgrund der besonderen Architektur zu den bekanntesten Gebäuden der Hansestadt. Der östliche Abschluss des Kontorhauses mutet wie ein Schiffsbug an. Das Chilehaus besitzt zehn Etagen. Die obersten der zehn Etagen sind mit Terrassen versehen. Das Gebäude besitzt 2.800 Fenster. Das Chilehaus in Hamburg wird heute als Bürokomplex von zahlreichen Unternehmen genutzt. Seit 1983 steht es unter Denkmalschutz.

Chilehaus in Hamburg
Chilehaus in Hamburg bei Nacht

Seit 2015 trägt das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel, zusammen mit der Speicherstadt am Hafen, den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Erbaut wurde das Chilehaus in den Jahren 1922-1924 und zählt seitdem zu dem markantesten und schönsten Gebäuden in Hamburg.

Mitte des 19. Jahrhunderts wanderte ein Hamburger Kaufmann mit Namen Henry Brarens Sloman nach Südamerika aus. Dort kam er zu großem Reichtum mit Salpeter. Anfang des 20. Jahrhunderts kehrte der nun reiche US-Amerikaner Henry Brarens Sloman nach Hamburg zurück. Als Dank an die Stadt Hamburg ließ er das Chilehaus bauen. Den Namen erhielt der Komplex als Erinnerung an die einstige Wirkungsstätte des Stifters. Fast 5 Millionen Ziegelstein wurden dazu verwendet.

Chilehaus in Hamburg
Chilehaus in Hamburg

Bis in die 1980er Jahre war das Chilehaus im Besitz der Familie Sloman. Heute ist ein Immobilienfond Inhaber des Hamburger Kontorhauses. Heute dient das Chilehaus als Geschäfts- und Bürohaus. Auch als Warenlager werden Teilbereiche des Hauses genutzt.