Porta Nigra in Trier

Triers Stadttor ohne Stadtmauer

Die Porta Nigra befindet sich in der Stadt Trier im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Trier beansprucht für sich den Titel der "ältesten Stadt Deutschlands". Die antike "Porta Nigra" ist ein altes, römisches Stadttor aus dem 2. Jahrhundert nach Christi Geburt. Seit 1986 hat die Porta Nigra den UNESCO-Weltkultuerbe-Status inne. Das Porta-Nigra-Tor war ein Bestandteil einer Stadtmauer, die die Stadt Trier einfasste. Nördlich der Alpen ist die Porta Nigra des besterhaltene römische Stadttor.

Porta Nigra in Trier
Porta Nigra in Trier an der Mosel

Porta Nigra - über 1.800 Jahre alt

Der im 2. Jahrhundert herrschende römische Kaiser Antoninus Pius befestigte die Stadt Trier (damals "Augusta Treverorum") mit einer Stadtmauer mit fünf Stadttoren. Nur das nördliche Tor, die Porta Nigra, blieb bis heute erhalten. Trier war zur damaligen Zeit eine sehr wohlhabende Stadt.

Ursprünglich war die Porta Nigra heller. Sie wurde mit hellem Sandstein gebaut. Mit der Zeit wurde die Fassade der Porta Nigra durch äußere Einflüsse immer dunkler; daher der Name "Schwarzes Tor". Der Name "Porta Nigra" wird erstmalig am Anfang des 2. Jahrtausends erwähnt.




Unvollendetes Stadttor von Trier

Die Porta Nigra ist eine typische Doppeltor-Anlage. Beidseitig sind Toröffnungen vorhanden, dazwischen befindet sich ein geräumiger Innenhof. An den Längs-Außenseiten der Porta Nigra waren Türen vorhanden, damit die römischen Soldaten schnell auf die Stadtmauer gelangen konnten. Die Porta Nigra wurde nicht zu Kriegszeiten gebaut, die Tore waren eher ein Symbol der Macht des römischen Herrschers. Die Größe der "Porta Nigra" ist schon beeindruckend.

Warum die Porta Nigra jedoch unvollendet blieb, ist bis heute unbekannt. So wurde ein bewegliches Tor an der Porta Nigra baulich vorgesehen, aber nie eingesetzt und vollendet. Wenn man vor der Porta Nigra steht und sie genau betrachtet, kann man mit der Zeit einige Merkmale am Bauwerk erkennen, die unvollendet und grob erscheinen.

Römisches Stadttor in Trier
Stadttor in Trier - Porta Nigra

Der Heilige Simeon von Trier

Simeon der Einsiedler, ein griechischer Mönch, ließ sich den Schriften zufolge im Jahre 1028 in der Porta Nigra nieder, bzw. er ließ sich dort einmauern. Im Jahre 1035 starb Simeon. Begraben wurde er unter der Porta Nigra. Nach seinem Tod sollen in seinem Namen Wunder geschehen sein. Er wurde heiliggesprochen. Ihm zu Ehren erbaute man über die Porta Nigra eine imposante Kirche, die Kirche St. Simeon. Dabei wurde der zweite, noch heute fehlende Turm, abgerissen. Die Tore wurde verschlossen. In die Kirche gelangte man über ein Treppe.

Landkarte Deutschland - Trier an der Mosel

Napoleon befiehlt Rückbau

Napoleon kam auf seinen Feldzügen durch Europa auch nach Trier. Er verfügte im Jahre 1804 den Rückbau der Porta Nigra in den ursprünglichen Zustand. Nach Napoleon vollendeten die Preußenkönige als Herrscher über Trier den Rückbau. Im Jahre 1815 waren die Rückbauarbeiten abgeschlossen. Ein kleines Antikmuseum wurde in der Porta Nigra eingerichtet.

Heute Sehenswürdigkeit mit Museum

Heute befindet sich direkt neben der Porta Nigra das Stadtmuseum "Simeonstift Trier". Gegründet wurde es 1904 und wurde inzwischen eingehend restauriert. Dort kann man etwa 900 Objekte aus der 2000jährigen Geschichte der Stadt Trier und der Umgebung bestaunen.

Trier - mehr als "Porta Nigra"

In Trier werden kostenpflichtige Führungen durch die Porta Nigra angeboten. Dauer der Führung: ca. 1 Stunde. Neben der Porta Nigra hat die Stadt Trier an der Mosel noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten in Trier selbst und der näheren Umgebung zu bieten. Trier ist auch bekannt durch seine Weinlagen.


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