Eifel - im Auge des Vulkans

Vulkaneifel mit einzigartiger Natur

Die Region der Eifel in Nordrhein-Westfalen war nicht immer so ruhig wie heute. In früheren Zeiten waren dort Vulkane aktiv. Verblieben aus dieser Zeit sind die 75 Maare der Vulkaneifel. Die überwiegende Zahl der Maare sind Trockenmaare, die restliche Anzahl ist mit Wasser gefüllt. Entstanden sind die Maare vor mindestens 10.000 Jahre; viele Maare sind aber wesentlich älter. Die Landschaft der Eifel wird geprägt von Laubmischwäldern, von Bächen die durch Wiesenlandschaften fließen und von zahlreichen Seen.

Städtchen in der Eifel
Typisches Bild der Eifel - Schieferdächer

Die Eifel befindet sich etwa zu gleichen Teilen in den Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, dazu in Belgien und Luxemburg. Dort wandelt sich der Name der Eifel in Ardennen um. Je mehr französisch gesprochen wird, umso mehr wird die Eifel zu Ardennen. Das jüngste Vulkangebiet in ganz Deutschland ist die Eifel. Vor etwa 10.000 Jahren soll es dort zuletzt vulkanische Aktivitäten gegeben haben. Die vielen Maare und die über 200 Vulkankegel, vulkanisches Gestein und aus der Tiefe der Erde emporgehobenes Material findet man in der Vulkaneifel. Bekannt ist die Eifel auch für die vielen, stark mineralhaltigen Quellen.




Nationalpark Eifel - das Vulkanland

Als erster und bisher einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen wurde im Jahre 2004 der Nationalpark Eifel ausgewiesen. Das Areal umfasst ein Fläche von 110 km². Geschützt werden dort etwa 470 Pflanzen- und Tierarten. Das Ziel ist, zumindest in der Kernzone des Nationalparks, dass sich Flora und Fauna frei entwickeln können, ohne den meist störenden Einfluss des Menschen.

Wegen des Holzes als nachwachsender Rohstoff wurden lange Zeit schnellwachsende Bäume in der Eifelregion angepflanzt. Dank des Nationalparks kann sich der Wald im Schutzgebiet zu einem "ursprünglichen" Buchen-Mischbestand entwickeln.

Die Schätze der Wälder

Besonders im späten Frühling erfreuen die blühenden und duftenden Wiesen der Eifel jedes Auge und jede Nase. Die Wälder der Eifel verbergen einen reichen und zum Teil sehr selten Wildtierbestand. Die Wildkatze und das Birkhuhn sind nur zwei der Tierarten, die sich in den Wäldern der Eifel wohlfühlen. Wie reichhaltig die Tierwelt der Eifel ist, merkt man erst bei einem Winterspaziergang im Schnee. Zahlreiche Fuß- und Hufspuren der Waldbewohner kann man dann entdecken und entschlüsseln.

Typischer Teich - Maar - in der Vulkaneifel
Kleiner See in der Vulkaneifel - Maar genannt

Hohe Venn - Hochmoor - Naturpark

Der Naturpark Hohe Venn ist ein deutsch-belgisches, die Grenze übergreifendes Gemeinschaftsprojekt. Insgesamt hat der Naturpark eine Größe von ca. 2.700 km² und dehnt sich nach Belgien, Rheinland-Kurpfalz und Nordrhein-Westfalen aus. Namensgebend ist das in Belgien befindliche Hochmoor "Hohe Venn". Unzählige Bäche, Flüsse, Seen und Teiche befinden sich im Naturpark. Die Region der Kalkeifel ist für ihre reichhaltige Flora und Fauna bekannt. Die Vulkaneifel, aber besonders die Hocheifel, ist stark bewaldet. Der oben erwähnte Nationalpark befindet sich innerhalb dieses Naturparks.

Landkarte von Nordrhein-Westfalen - Eifel

Freizeit-Reise in die Vergangenheit

Wandern und Radfahren in der Eifel ist ein beliebtes Freizeitvergnügen. Unterwegs kann man auf urzeitliche Höhlen treffen oder man entdeckt 2.000 Jahre alte Ruinen der Römer. Mehr als 100 Schlösser, Burgen und Klöster findet man in der Eifelregion.

Der Westwall, die militärische Feindesabwehrlinie des 2. Weltkriegs, zieht sich auch durch die Eifel. Der Wall besteht aus unzählige Panzersperren, Bunkern und Stollen. In der Eifel sind die Überreste des Westwalls noch gut erkennbar. Bunker und Stollen dienen heute überwiegend dem Naturschutz der Region als Heimat für Fledermäuse und weiteren Säugetieren.

Nürburgring in der Eifel

Ein Highlight für Rennsportfans ist der weltbekannte Nürburgring in der Eifel. Man kann zu bestimmten Zeiten auch mit dem Privatwagen auf dem Nürburgring fahren. Anfänger sollten die Gefährlichkeit der alten Strecke nicht unterschätzen.


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