Hunsrück in Rheinland-Pfalz

Vielfältige Naturlandschaften

Der Hunsrück liegt in Rheinland-Pfalz und zieht sich bis ins nördliche Saarland hinein. Ein altes Sprichwort sagt: Nahe, Mosel, Saar und Rhein, schließen rings den Hunsrück ein. Damit ist die Lage des Hunsrück in Rheinland-Kurpfalz treffend beschrieben.mDer überwiegende Teil des Hunsrück ist bewaldet. Die bewaldeten Höhenzüge tragen die Namen: Hochwald, Idarwald und Soonwald. Die höchste Erhebung von Rheinland-Kurpfalz befindet sich im Hunsrück.

Weidende Kühe im Hunsrück
Viehweide bei Irmenach - LK Bernkastel-Wittlich

Es ist der Erbeskopf mit 816 Meter Höhe. Traditionell wird in den Tallagen des Hunsrück noch heute überwiegend Landwirtschaft betrieben. Ein Besuch des Hunsrück und der Flüsse Saar, Rhein, Mosel und Nahe ist auf jeden Fall zu empfehlen. Die freundlichen Menschen, die schöne Natur - und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt.

Abwechslungsreiche Naturräume

Die Vielfalt und die Abwechslung der verschiedenen Kulturlandschaften im Hunsrück sind etwas besonderes. So wechseln sich Wiesen, Wälder, Weinberge und Ackerflächen munter ab. Die vielen kleinen Dörfer im Hunsrück führen die Vielfalt weiter. Jedes Dorf hat etwas unverwechselbares vorzuweisen. Ob es eine Mühle ist, ob Fachwerkhäuser oder auch Kirchen, Klöster, Burgen und Schlösser. Im Hunsrück wird es einem nie langweilig.




Hunsrück - heiß umkämpft

Im Hunsrück haben in früheren Zeiten zuerst Kelten, dann die Römer und dann die Franken gesiedelt. Im Mittelalter wurden im Hunsrück zahlreiche Burgen und Schlösser gebaut. Im Hunsrück war es nicht immer friedlich, daher kann die Region auf eine bewegte und kulturhistorisch interessante Vergangenheit zurückblicken.

Keine stummen Orgeln

In vielen Kirchen findet man die Stumm-Orgeln. Das hieß nicht, das die Orgeln keinen Ton von sich gaben, sondern es war der Name des Herstellers. Mühlen haben früher den wasserreichen Hunsrück geprägt.

Historisches Stadttor in Herrstein im Hunsrück
Stadttor von Herrstein

Das Kunsthandwerk des Edelsteinschleifens war im Hunsrück weit verbreitet. Es gibt im Hunsrück speziell ausgewiesene Routen, an deren Wegesrand man viele der Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten des Hunsrück entdecken kann.

Römer mit Weinreben im Rucksack

Die Hunsrück-Region bis zur Saar, Mosel, Nahe und Ruwer kann auf eine 2.000jährige Weinkultur zurückblicken. Die Römer haben seinerzeit die edlen Trauben mit in den Norden ihres Reiches mitgebracht. Aber auch der Viez, ein Apfelwein, wird im Hunsrück gerne verkostet. Die Speisen in den ländlichen Regionen des Hunsrück sind sehr schmackhaft und stark von der bäuerlichen Tradition geprägt.




Saar-Hunsrück-Steig

Durch den Hunsrück und Saarland führt der Saar-Hunsrück-Steig - Wanderweg. Auf einer Länge von 218 Kilometer führt der Wanderweg durch abwechslungsreiche Naturlandschaften. Unterwegs passiert der Wanderer die Saarschleife, Moore, Weinberge und dichte, einsame Wälder.

Hunsrück in Rheinland-Pfalz

Radeln und Wandern gut!

Im Hunsrück kann man wunderbar Radfahren und Wandern. Gerade für Familien ist ein Urlaub im ländlichen Hunsrück ideal. An der Nahe und den weiteren Flüssen des Hunsrück gibt es wunderschöne Weinstädtchen mit historischem Kern. Im Hohen Hunsrück kann man dazu im Winter sehr gut Wintersport (überwiegend Skilanglauf) betreiben. Ein weiteres Highlight ist z.B. das Wandern durch die Ehrbachklamm, auf dem Bostalsee segeln oder im Glantal mit der Draisine fahren.

Kultur entlang des Weges

Die Themen-Ferienstraßen "Deutsche Edelsteinstraße" führt durch den Hunsrück. Dazu gibt es den Ausonius-Weg zum Wandern und Radfahren von Bingen nach Trier. Durch den Hunsrück verläuft dazu die Schiefer- und Burgenstraße bis zum Nahetal. Schiefer wurde im Hunsrück schon im Mittelalter abgebaut. Das offene Bergwerk "Grube Herrenberg" kann man sich anschauen. Im Schiefer wurden schon immer Fossilien gefunden.

Hunsrück spricht Moselfränkisch

In der Saar-Hunsrück-Region wird das "Moselfränkisch" gesprochen. Im Hunsrück hört man praktisch in jedem Dorf einen etwas abweichenden Dialekt. In früheren Zeiten war man nicht so mobil wie heute. So konnten sich die verschiedenen Dialekte entwickeln. Auch traditionelle Feste können sich regional stark unterscheiden. Noch größere Unterschiede gab es insgesamt bei katholischen zu evangelisch geprägten Gemeinden.


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