Saarland - an Saar und Mosel

Man spricht Moselfränkisch

Das deutsche Bundesland Saarland wurde erst im Jahre 1957 Teil der Bundesrepublik Deutschland. Das Saarland befindet sich im Südwesten von Deutschland und besitzt eine Fläche von 2.569 km². Als europäische Nachbarstaaten des Saarlandes sind natürlich Frankreich und Luxemburg zu nennen. Auf der Nord- und Ostseite wird das Saarland vom Bundesland Rheinland-Pfalz eingefasst. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Bundeslandes ist Saarbrücken.

Saarschleife bei Mettlach im Saarland
Saarschleife bei Mettlachl

Im Saarland leben nur etwas mehr als 1 Million Einwohner. Der Fluss Saar ist der Namensgeber für das kleine deutsche Bundesland. Die Saar mäandriert schleifenförmig durchs hügelige Saarland. Insgesamt ist das Saarland ein sehr grünes Bundesland aufgrund der ausgedehnten Waldflächen. Klimatisch gehört das Saarland zu den wärmsten Regionen in ganz Deutschland.




Gründung im Jahr 1920

Nach dem 1. Weltkrieg, ab 1920, unterstand das heutige Saarland der Verwaltung des Völkerbundes; das Saarland wurde zuvor aus Teilen der bayerischen Pfalz und der preußischen Rheinprovinz gegründet. Das Saarland entschied sich in einer Volksabstimmung im Jahre 1935, sich Deutschland anzuschließen.

Köllerthaler Dom - Saarland
Köllerthaler Dom in Völklingen

Nach der Niederlage Deutschlands im 2. Weltkrieg setzte Frankreich als Besatzungsmacht eine eigene Verwaltung für das Saarland ein. Im Jahre 1948 wurde es als Frankreich zugehörig deklariert. Wiederum in einer Volksabstimmung des saarländischen Volkes wurde im Jahre 1955 entschieden, sich wieder mit Deutschland zu vereinen. Am 1. Januar 1957 wurde das Saarland zu einem Bundesland Deutschlands.

Wein und Bier - rat' ich dir

Auf eine sehr alte Weinkultur können die saarländischen Regionen an Saar, Mosel, Nahe und Ruwer zurückblicken. Doch nicht nur guten Wein gibt es im Saarland, sondern auch edle Obstbrände oder den Viez (Apfelwein). Gutes Bier wird im Saarland aber auch hergestellt. Die Küche des Saarlandes ist stark von französischen Einflüssen geprägt.




Saarland - Beliebt bei Wanderern und Radfahrern

Das Saarland ist ein schönes und beliebtes Ziel für Wanderer und Radwanderer. Etwa 30% des Saarlandes sind bewaldet, überwiegend mit Laubmischwäldern. Das Saarland besitzt wunderbare Wanderwege in einer vielfältigen, abwechslungsreichen und oft hügeligen Landschaft. Die Wanderwege im Saarland haben eine Gesamtlänge von über 2.000 Kilometer. Die ausgewiesenen Radwege des Saarlandes messen etwa 1.800 Kilometer.

Zweisprachigkeit als Plus

Schon in den Kindergärten des Saarlandes wird die Zweisprachigkeit gefördert. Zunächst basiert dies auf dem französischen Erbe des Saarlandes und der unmittelbaren Verbindung und Nähe zu Frankreich. Wichtig ist diese geförderte Zweisprachigkeit auch im späteren Berufsleben.

Brunnen - Johanner Markt - Saarbrücken
Marktbrunnen in Saarbrücken

Auch ohne die frühkindliche Förderung der Zweisprachigkeit ist das Französisch im Saarland allgegenwärtig, da man natürlich auch Freunde und Verwandte in Frankreich hat. Das grenzenlose Europa ist ein weiterer Grund der Annäherung der beiden Grenzregionen.

Keltische Moselfranken

Die saarländische Urbevölkerung hat wahrscheinlich keltische Wurzeln. Die Saarländer wurden in früheren Zeiten auch Moselfranken genannt. Dem Saarland mit Bevölkerung merkt man heute noch an, dass es Jahrhunderte lang von fremden Herren beherrscht wurde. Schön zu sehen, dass das Saarland immer mehr an Selbstbewusstsein gewinnt und dadurch eine eigene Identität und Kultur entwickelt.

Landkarte von Deutschland - Saarland
Landkarte Saarland

Saarland - Industrie im Wandel

Das Saarland war lange Zeit das Zentrum der Eisen- und Stahlindustrie, sowie des Steinkohlebergbaus. Heute muss sich das Saarland wandeln, da es auf industriellem Sektor in weltweiten Vergleich nicht mehr preislich mithalten kann.

Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die Wirtschaft des Saarlandes entwickeln wird. Die gleichen Probleme wie das Saarland hat übrigens auch das benachbarte Lothringen auf der französischen Seite. Das nahe Frankreich und das Saarland arbeiten heute auf dem Bereich der Bildung, aber auch in vielen anderen Bereichen, eng zusammen.

Das Saarland - Wald-, Wasser- und Kulturlandschaft

Das Saarland wird von drei geografischen Regionen geprägt. Das Gebiet Saar-Hunsrück, die lothringischen-pfälzischen Gaulandschaften entlang der Flüsse Mosel, Saar und Blies und das Nahe-Saar-Bergland. Der nördliche Bereich des Saarlandes ist besonders stark bewaldet. In dieser Region befinden sich zahlreiche Erholungsorte wie z.B. Schaumburg.

Landwirtschaft lohnt sich nicht

Landwirtschaft kann im Saarland nur eingeschränkt betrieben werden. Zu klein sind die Betriebe, um davon leben zu können. Erst in den letzten Jahren haben sich größere landwirtschaftliche Betriebe im Saarland entwickeln können. Das Saar- und das Bliesgau besitzen besonders fruchtbare Kalksteinböden.

Kohle, Stahl und Eisen

Das Saarland war für sehr lange Zeit stark vom Bergbau geprägt. Die UNESCO verlieh der Völklinger Hütte, einem ehemaligen Eisenwerk, als erstem Industriedenkmal auf der ganzen Welt im Jahre 1994 den Status eines Weltkulturerbes. Die ehemalige Eisenhütte ist heute Veranstaltungsort zahlreicher kultureller Veranstaltungen und wird jährlich von über 200.000 Menschen besucht.

Wahrlich kein Hochgebirge

Die höchste Erhebung im Saarland ist der Dollberg, nördlich von Nonnweiler, mit 695 Metern Höhe. Die Mosel durchfließt, aus Rheinland-Pfalz kommend, das Saarland und dann weiter Richtung Frankreich. Weitere größere Flüsse des Landes sind Saar, Ruwer und Blies.

Städte im Saarland


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