Sachsen-Anhalt in Deutschland

Bedeutende Naturregionen und reichlich Kultur

Sachsen-Anhalt liegt in Ostdeutschland. Das Bundesland Sachsen-Anhalt besteht aus den drei historisch bedeutsamen Gebieten: Die "Untere Saale", dem Harz und der Region Mittelelbe. Flächenmäßig ist Sachsen-Anhalt das achtgrößte Bundesland in Deutschland. Die Hauptstadt des Bundeslandes ist Magdeburg. Die Fläches des Landes beträgt 20.445 km². Es leben gerade mal etwas mehr als 2,5 Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt.

Landkarte Sachsen-Anhalt

Der Norden von Sachsen Anhalt ist nicht sehr dicht besiedelt. Die größte Stadt ist Halle an der Saale mit etwa 235.000 Einwohnern. Die Hauptstadt Magdeburg zählt nur 230.000 Menschen. Im Bundesland gibt es überdurchschnittlich viele kirchliche Bauten, Schlösser und Burgen zu entdecken. Halle und Magdeburg sind die berühmten Universitätsstädte des Landes.

Burg Giebichstein - Kunsthochschule
Burg Giebichstein - Halle an der Saale

Fünf Kulturgüter in Sachsen-Anhalt wurden von der UNESCO als einzigartige Welterbestätten ausgezeichnet. Den Nationalpark Harz gibt es dort zu entdecken sowie einige wunderschöne Naturparks. Die größten Flüsse sind Elbe, Saale, Havel und Mulde. Dazu prägt eine abwechslungsreiche Seenlandschaft das Bundesland Sachsen-Anhalt.




Elbe als Lebensader

Die Schifffahrt spielt an Saale, Elbe, am Mittellandkanal und am Elbe-Havel-Kanal in Sachsen-Anhalt noch eine große Rolle. Der Binnenhafen von Magdeburg gehört zu den wichtigsten Binnenhäfen im Osten von Deutschland. Die Elbe fließt auf einer Länge von etwa 300 km durch Sachsen-Anhalt, dem Hamburger Hafen und der Nordsee entgegen.

Felsenlandschaft am Harz
Felsengebilde im Harz

Harz - Altmark - Thüringer Vorland

Im Norden von Sachen-Anhalt befindet sich das Gebiet der Altmark. Der Harz als Mittelgebirge ist mit schönen, idyllischen Tälern durchzogen. Im Süden schließt sich das Thüringer Vorland an. Der Nationalpark Hochharz befindet rund um die Höhen des Brocken, der eine Höhe von 1.141 Metern besitzt. Das Gebiet des Saale-Unstrut-Tals sowie das Biosphärenreservat Mittlere Elbe sind durch ihre besondere Tier- und Pflanzenwelt sehr schützenswert.

Lutherstadt Wittenberg

Wittenberg, die sogenannte Lutherstadt, ist ein weitere Sehenswürdigkeit in Sachsen-Anhalt. Der Reformator Martin Luther war ursprünglich als Hochschullehrer nach Wittenberg berufen worden. Am 31. Oktober im Jahre 1517 hat Martin Luther seine "95 Thesen" an der Tür der Schlosskirche "angeschlagen". Damit wurde die Reformation der Kirche eingeleitet, die evangelisch-lutherischen Kirchen entstanden.

Straße der Romanik

Ein weiteres Highlight des Bundeslandes ist die Straße der Romanik. Vorbei an Klöstern und Dorfkirchen, Burgen und Domen aus dem Mittelalter führt die Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt. Erst im Jahre 1993 wurde dieser kulturhistorische Pfad eingerichtet.

Prämonstratenserkloster in Jerichow - Sachsen-Anhalt
Kloster Jerichow im Elb-Havel-Winkel - Sachsen-Anhalt

Der Magdeburger Reiter

Eine steinerne Berühmtheit der Stadt Magdeburg ist der Magdeburger Reiter. Im 13. Jahrhundert entstanden, war es das erste Reiterstandbild nördlich der Alpen. Das Original befindet sich heute Kultur-Museum von Magdeburg. Die Sandsteinskulptur zeigt vermutlich Kaiser "Otto den Großen". Bis zum Jahre 1966 stand das Original auf dem Magdeburger Alten Markt. Heute steht dort ein Kopie des Magdeburger Reiters.




Magdeburger Halbkugeln

Das Experiment von Otto von Guericke fand im Jahre 1657 in Magdeburg statt. Er demonstrierte mit den "Magdeburger Halbkugeln" die Kräfte des athmosphärischen Druckes. Jeweils 8 Pferde auf beiden Seiten ziehend, konnten die Tiere mit ihrer Zugkraft nicht die zusammengeschobenen, hohlen Metallhalbkugeln voneinander trennen.

Landkarte von Deutschland - Sachsen-Anhalt

Beliebte Städte in Sachsen-Anhalt

Fruchtbare Böden

Die Magdeburger Börde, westlich der Elbe bei Magdeburg gelegen, erstreckte sich über eine Fläche von etwa 929 km². Dort trifft man auf außerordentlich fruchtbare Böden. Die Landwirtschaft ist dort sehr stark ausgeprägt. So werden dort überwiegend Zuckerrüben, Gerste und Weizen angebaut. Große Betriebe der Nahrungsmittelindustrie haben sich dort angesiedelt. Der überwiegend gute Boden im gesamten Sachsen-Anhalt wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

Der Arendsee

Der Arendsee ist mit einer Fläche von ca. 5,5 km² der größte See des Landes. Der Arendsee ist ein beliebtes Urlaubs- und Naherholungsziel. Der See ist mit fast 30 Metern einer der tiefsten Seen im norddeutschen Gebiet.

Bergbau war üblich

Im Mittelgebirge Harz war früher Bergbau weit verbreitet. Silber, Kupfer und auch Braunkohle wurden abgebaut. Dazu wurde noch Salz im großen Stil abgebaut. Halle an der Saale war in früheren Zeiten für den Salzabbau- und handel bekannt. Dazu ist Halle seit 1694 Universitätsstadt. Kulturhistorisch hat Halle für Deutschland eine große Bedeutung, da der Musiker und Komponist Georg Friedrich Händel dort im Jahre 1685 geboren wurde. Gestorben ist der Musiker im fernen London im Jahre 1759. Begraben ist er in der berühmten Westminster Abbey.

Bauhaus - Stil aus Sachsen Anhalt

In Sachsen-Anhalt wurde der weltberühmte Stil des "Bauhaus" entwickelt. Die Entwicklung nahm in der Stadt Dessau durch den Archtitekten Walter Gropius ihren Anfang.




Bildernachweis

Fotolia: 66407916 © nuwanda / 691907 © K. Maria / 17505840 © A. Schulz