Buchenwälder in Deutschland

Wertvolle Buchen-Altholzbestände

Im Jahr 2011 verlieh die UNESCO dem Ökosystem der "Alten Buchenwälder in Deutschland" den Status eines UNESCO-Weltnaturerbes. Bereits im Jahr 2007 wurden die Buchenurwälder der Karpaten zum Weltnaturerbe erklärt. Die Auszeichnung der deutschen Buchenwälder ist als eine grenzüberschreitende, europäische Ergänzung zu den karpatischen Buchenwäldern zu sehen. Die deutschen Tiefland-Buchenwälder sind weltweit einzigartig und dadurch schützenswert.

Buchenwald im Sommer in Deutschland
Sommerzeit im deutschen Buchenwald

Die restlichen Wälder zu erhalten

Einst war fast halb Europa, etwa 40%, von Buchenwäldern und Buchenmischwäldern bestanden. Mit Ausnahme der Buchenurwaldbestände in den Karpaten, sind die Buchenwälder in Mitteleuropa keine eigentlichen Urwälder mehr. Die Buchenwälder der einstigen DDR wurden bis zum Zusammenbruch des Systems kaum angetastet und konnten sich gut entwickeln. Buchenwälder mit einem natürlichen Anteil an Altbäumen und Totholz können eine sehr hohe Artenvielfalt vorweisen. Erst ab einem gewissen Alter werden Buchenbestände im ökologischen Sinne besonders wertvoll.




Durch ihre lichte Ausprägung der Buchenaltbestände sind Buchenwälder reich an Tier- und Pflanzenarten, sie sind ein vielfältiges und sehr wertvolles Ökosystem.

Fünf ausgezeichnete Buchenwaldbestände der UNESCO

  • Nationalpark Hainich in Thüringen
  • Serrahn im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern
  • Grumsin im Biosphärenr. Schorfheide-Chorin in Brandenburg
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee in Nordhessen
  • Nationalpark Jasmund in Mecklenburg-Vorpommern
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