Muskauer Park - UNESCO - Welterbestätte

Fürst-Pückler-Park an der Neiße

Der Muskauer Park erhielt im Jahr 2004 von der UNESCO den Welterbestatus als polnisch-deutsches, grenzüberschreitendes Kulturerbe. Der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau zieht sich nördlich der Stadt Görlitz beidseitig entlang der Neiße, welche gleichzeitig die Grenze zu Polen bildet. Das "Gartenkunstwerk" im englischen Stil wurde in den Jahren 1815 bis 1844 von Prinz Hermann von Pückler-Muskau geplant und gestaltet.

Neues Schloss im Muskauer Park
Neues Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau

Einst Vorbild moderner Gartengestaltung

Der Muskauer Park war seinerzeit bis über die Grenzen Europas hinaus bekannt und galt als Vorbild für die moderne Gartengestaltung. Der Park mit seinen unterschiedlichen Bereichen nimmt heute eine Fläche von etwa 830 Hektar ein. An den Hängen der Neiße gelegen, wurde der Muskauer Park sehr abwechslungsreich, aber doch harmonisch mittels Pflanzen und Gebäuden gestaltet. Der Graf von Arnim-Muskau vollendete den bis dahin nicht vollständig erschlossenen Park bis zum Jahr 1939. Durch den 2. Weltkrieg wurde die Neiße wieder zur bewachten Staatsgrenze, der Park wurde geteilt.




Deutsch-polnische Parklandschaft

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands bemüht man sich umgehend um eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarn in Polen. Im Jahr 1992 ging das Pücklersche Anwesen in den Besitz des Landes Sachsen über. Die Fürst-Pückler-Park Bad Muskau - Stiftung wurde der neue "Hausherr" des Muskauer Parks. Die Restaurierungsarbeiten des Muskauer Parks erfolgten in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den polnischen Nachbarn. Das zerstörte "Neue Schloss" wurde wieder aufgebaut. Über die Neiße führt nun auch wieder die im 2. Weltkrieg zerstörte Doppelbrücke und verbindet die beiden Parkbereiche in Polen und Deutschland.

Landkarte von Sachsen - Bad Muskau

Bildernachweis

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