Großbritannien - British Empire

Vom Weltenherrscher zum Inselstaat

Großbritannien auf den der Britischen Inseln bildete sich in den heutigen Form nach den beiden schrecklichen Weltkriegen. Einst erstreckte sich das Herrschaftsgebiet des "British Empire" über 25% der Erdoberfläche aufgrund der Vormachtstellung als See- und Militärmacht.

Landkarte von Großbritannien - Städte

Die durchgestrichene Republik Irland zählt nicht zum Vereinigten Königreich.

Commonwealth

Als Erbe der Vergangenheit besteht noch heute der lose Staatenbund "Commonwealth of Nations". Das Oberhaupt dieser Gemeinschaft ist die britische Königin, Queen Elizabeth II.. Dem "Commonwealth" werden heute 53 Staaten zugerechnet.

Buckingham Palace - Residenz der Königin von Großbritannien
Buckingham Palace in London

Römer bringen Struktur auf die Insel

Nach der Zeitenwende eroberten die Römer die britische Insel. Die starke römische Armee war zur damaligen Zeit weit überlegen und traf auf wenig Gegenwehr der Briten. Mit den Römer entstand eine erste Infrastruktur in Großbritannien durch den Bau von militärisch genutzten Straßen und die Gründung von neuen Gemeinden. So wurde die heutige Megametropole London im Jahr 43 nach Christus von den Römern an der Themse gegründet. Fast 500 Jahre war die römische Kultur maßgebend auf der Insel.

Wilhelm und die Normannen

Im Jahr 1066 wurde die Insel von "Wilhelm dem Eroberer" und seinen Truppen eingenommen. In der berühmten Schlacht von Hastings wurden die Truppen des damaligen Königs Harold geschlagen. "Wilhelm der Eroberer" war zuvor "Herzog der Normannen", er stammte aus der französischen Normandie. So wurden die Eroberer der britischen Insel, von England und Schottland, als Normannen bezeichnet. Französisch wurde zur Amtssprache im damaligen Großbritannien.

Arbeitersiedlung in England
Englische Arbeitersiedlung in Backstein-Architektur

Tudors, Stuarts und Georgians

Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts hatten die "Stuarts" und die "Tudors" das Sagen im britischen Königshaus. Ihnen folgte das Zeitalter der "Georgians" unter König Georg I.. Das wirtschaftliche Wachstum von Großbritannien in dieser Zeit war enorm. In gesellschaftlich-sozialer Hinsicht, ebenso auf dem Gebiet der Architektur, wurden in dieser Epoche des Empires große Fortschritte auf der britischen Insel erzielt. Der "Georgianische Baustil" ist ein bis heute bestehendes Erbe dieser Zeitspanne.

Landschaft in England
Typische Landschaft in England

Queen Victoria

Als "Viktorianisches Zeitalter" werden die Jahre nach 1837 bis 1900 bezeichnet. Queen Victoria bestieg 1837 den Thron des britischen Königshauses. Während der Herrschaft von Queen Victoria besaß das Vereinigte Königreich seine maximale weltweite Ausdehnung - etwa ein Drittel der Menschheit zählten damals zum "British Empire". Die Erfindung der Dampfmaschine, später der Eisenbahn, brachte Großbritannien in der Folgezeit einen sehr starken wirtschaftlich-technologischen Aufschwung.

Die beiden Weltkriege brachten viel Leid auch auf die britische Insel. Der wirtschaftliche Aufschwung des Landes setzte sich nach den Kriegszeiten jedoch fort. Noch heute zählt Großbritannien zu den wirtschaftlichen stärksten Ländern der Erde.

Heute ist Großbritannien ein sehr beliebtes Reise- und Urlaubsziel. Magisch anziehend ist die Mega-Metropole London. Doch auch der "Rest" Großbritanniens hat viel zu bieten in Sachen Natur und Kulturgeschichte.