Istanbul - Europäische Kulturhauptstadt 2010

Schmelztiegel der antiken Kulturen und Moderne

In Istanbul verschmelzen die Spuren der Jahrtausende alten Geschichte und der unterschiedlichen europäischen und asiatischen Kulturen, der Antike, des Römischen und später Orthodoxen Christentums, der Juden und des Islam. Entstanden ist eine pulsierende, facettenreiche Lebenswelt.

Istanbul bei Nacht
Istanbul am Bosporus bei Nacht

Istanbul wurde zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2010" erkoren. Seit 2000 ist dies auch für Nicht-EU-Mitgliedsländer möglich, und das ist gut so. Unabhängig von dieser Ernennung - Istanbul ist immer eine sehenswerte Stadt.

Vier Elemente für die Kultur

Die vier Grundelemente - Erde, Luft, Wasser und Feuer - spielten im Jahr 2010 eine besondere Rolle in der Kulturhauptstadt Istanbul. Je 3 Monate lang wurden besondere Projekte in der Stadt, die sich im weitesten Sinne mit dem jeweilige Element beschäftigen, durchgeführt. Das Element Erde stand im 1. Quartal für Traditionen und Anpassungsfähigkeit an neue Situationen und Gegebenheiten. Das Zusammentreffen von nationalen und internationalen Musikern in der Stadt spielte im 2. Quartal die Hauptrolle. Auch das Thema "Religionen" sollte dabei besonders im Mittelpunkt stehen.

Das "Meer und Istanbul" war anschließend im Zeichen des Wassers das zentrale Thema. Im letzten Quartal "Feuer" konzentrierte man sich in Projekten auf Istanbuls Weg in die Moderne, in die neue globale Welt. Auch zeitgenössische Kunst spielte dabei eine große Rolle. So wurden in einem Projekt besonders die jungen Künstler Istanbuls gefördert.

Osmanisches Ornament - Türkei
Osmanische Ornamentik

Istanbuls Erbe der Geschichte

Ein ganz besonderer Schatz sind die historischen Holzhäuser in Istanbul, die im 18. und 19. Jahrhundert eine Art osmanischen Jugendstil begründeten. Heute sind sie größtenteils verfallen. Zwar sollen diese Häuser renoviert werden, den Eigentümern fehlen aber meist die Mittel, um den Selbstkostenbeitrag zu stemmen.Wenn auch die Stadt Istanbul im Kulturjahr versucht, die Lage in den Armenviertel zu verbessern, ist dies doch ein recht aussichtsloses Unterfangen.