Grafschaften in Irland und Nordirland

Insel im Westen Europas

Die Gesamtfläche der irischen Insel beträgt 84.405 km². Davon fallen auf die Republik Irland 70.283 km². An der längsten Stelle ist Irland 486 km lang und 285 km breit. Die Irische See trennt die irische Insel von Großbritannien. Seid 1922 existieren offiziell zwei Staaten auf der Irischen Insel. Seit 1949 trägt der Südteil den Namen Republik Irland, der Großteil des Nordens gehört zu Nordirland. Irland, besser gesagt die irische Insel, ist in vier große Provinzen Ulster, Munster, Leinster und Connacht, sowie innerhalb der Provinzen in 32 Grafschaften (Counties) untergliedert. Heute sind es 34 Grafschaften.

Landkarte - Grafschaften in Irland und Nordirland

Die Herrschaftsgebiete der Regionalkönige in Irland in vorchristlichen Zeiten haben diese Unterteilung in Provinzen und Grafschaften ausgebildet. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit noch Grenzverschiebungen ergeben, aber das grobe Raster stammt aus dieser Zeit. Sechs der Grafschaften zählen heute zu dem von England kontrollierten Nordirland.




Wasseranstieg und Hebung der Landmassen

Im Tertiär hoben und senkten sich die irischen Landmassen. Durch die verschiedenen Eiszeiten, bzw. deren ablaufendes Schmelzwasser hat Irland die heutige geologische Ausformung erhalten.

Landhaus am See - County Galway
Einsames Haus am See in Connemara

Der Anstieg des Meeresspiegel hat Irland von der britischen Insel abgetrennt. Der Anteil der Wasserflächen auf der irischen Insel beträgt etwa 1.390 km². Der Lough Neagh im Norden ist der größte See in Irland. Mit 370 km Länge ist der Shannon River der längste Fluss der Insel.

Golfstrom prägt Klima im Südwesten von Irland

Das Klima in Irland wird durch den Golfstrom geprägt. Im Sommer wird es nicht sehr heiß, im Winter nicht sehr kalt. Das Wetter ändert sich schnell in Irland. Meist rasen die Wolken nur so über die irische Insel hinweg. Und immer weht ein Lüftchen in Irland. Mal fast nicht spürbar, mal recht heftig. Regenschauer dauern in Irland meist nicht lange aufgrund der Luftbewegungen. Trotz schöner Badestrände ist Irland kein Land für Schwimmer. Die Wassertemperaturen an den irischen Küsten übersteigen selten 15°C. Am wärmsten ist es im Südwesten der Insel. Palmen wachsen fast überall auf der Insel.




Grüne blühende irische Insel

Hecken und aufgeschichtete Feldsteine zur Begrenzung landwirtschaftlicher Flächen prägen das bäuerliche Irland. Stacheldraht setzt sich hier erst langsam durch. Besonders zur Blütezeit sind die leuchtenden Rhododendren und Fuchsienhecken schön anzuschauen.

Hochland im County Galway - Irland
Sommer in den Highlands der Grafschaft Galway

Der Rhododendron wurde erst im 18. Jahrhundert nach Irland gebracht. Er fühlt sich dort außerordentlich wohl. Wenn man Irland nicht in der Hauptsaison (Juli und August) besucht, kann man das Land meist besser und ruhiger kennenlernen. Die Übernachtungspreise sind dann auch schon etwas moderater.

Grafschaften der irischen Insel


Antrim
Armagh
Carlow
Cavan
Clare
Cork
Derry (Londonderry)
Donegal
Down
Dún Laoghaire-Rathdown
Fermanagh
Fingal
Galway
Kerry
Kildare
Kilkenny
Laois
Leitrim
Limerick
Longford
Louth
Mayo
Meath
Monaghan
Offaly
Roscommon
Sligo
South Dublin
Tipperary
Tyrone
Waterford
Westmeath
Wexford
Wicklow

Insel der Traditionen

Wer den üblichen Nachmittagstee in Irland verpasst hat, kann am Abend seinen Durst in einem der unzähligen Pubs der Insel löschen. Mit etwas Glück wird dort die traditionelle irische Musik live dargeboten. Jeder Fremde ist in Irland herzlich eingeladen, um gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Ein "Pint" voller Gerstensaft darf dabei nicht fehlen. Das starke, dunkle Guinness-Bier ist dabei mit vorsichtig zu geniessen. Drei Pint of Guinness könnten schon eins zu viel sein.

Der Waldanteil auf der Insel liegt bei derzeit 7%. Wegen dem Schiffsbau wurde in den vergangenen Jahrhunderten viel Holz benötigt. Erst in neuester Zeit pflanzt der irische Staat wieder großflächig Bäume an. Wikinger, Normannen, Briten, aber auch die Mönche mit ihren zahlreichen Klostergründungen nach der Christianisierung haben zahlreiche Spuren auf der irischen Insel hinterlassen.


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