Venezuela in Südamerika

Einzigartige Natur und viel Armut

Das Land Venezuela, mit vollständigem Namen "Bolivarische Republik Venezuela", liegt an der Nordküste des südamerikanischen Kontinents. Einst ein Kolonialstaat von Spanien, ist Venezuela bereits seit 1811 ein unabhängiger Staat. Ein Erbe der spanischen Kolonialisten ist jedoch geblieben. Etwa 96% der Menschen im Land sind katholischen Glaubens. Auf die politische Situation im Land gehe ich hier nicht ein. Im Südosten von Venezuela befindet sich mit Salto Angel der größte freifallende Wasserfall der Erde mit einer Fallhöhe von 979 Metern. Der Salto Angel befindet sich im Nationalpark Canaima. Die Küstenlinie von Venezuela in Südamerika besitzt ein Länge von etwa 2.800 Kilometer.

Hochhäuser von Caracas in Venezuela
Blick auf das Häusermeer von Caracas

Die Hauptstadt von Venezuela ist Caracas, gelegen etwas landeinwärts an der Nordküste am Atlantik. Die größte Stadt des Landes ist Maracaibo, am Lago de Maracaibo gelegen. Die Amtssprache des südamerikanischen Landes ist Spanisch. Daneben werden noch zahlreiche Sprachen und Dialekte aus vorkolonialen Zeiten gesprochen. In Venezuela waren im Jahr 2018 etwa 28,9 Millionen Menschen zu Hause, Tendenz fallend. Das Land besitzt gigantische Erdölvorkommen. Dennoch lebt ein Großteil der Bevölkerung in ärmlichen Verhältnissen, auch wegen fallender Ölpreise.

Die Naturräume Venezuelas

Große Areale der Natur in Venezuela sind von Wald bedeckt. Weitere Regionen von Venezuela bestehen aus Grünland und werden für die Viehwirtschaft genutzt. Im Nordwesten des Landes prägen die hohen Berge der Anden die Region. Der zentrale und südliche Teil Venezuela ist als relativ flach und wasserreich zu bezeichnen. Diese wasserreichen Feuchtsavannen im zentralen und südlichen Venezuela werden als Llanos bezeichnet. Die Llanos befinden sich zwischen den Anden im Nordwesten und dem Flusslauf des Orinoco. Der zweitgrößte Fluss in Südamerika, der Orinoco, bildet im Westen zu großen Teilen die Grenze zum Nachbarland Kolumbien. Nach der Einmündung des aus Kolumbien kommenden Flusses Rio Meta, macht der Orinoco auf Höhe von Puerto Paez einen Schwenk nach Nordosten, um letztendlich, in einem großen Delta verzweigt, in den Atlantik einzumünden. Südlich des Orinoco wird das Landschaftsbild durch die Hochebene von Guayana geprägt, welche mehr als 50% der venezolanischen Landesfläche ausmacht. Das Hochland wird geprägt von ursprünglichen Naturräumen, beeindruckenden Tafelbergen und hohen Wasserfällen, wie dem Salto Angel.

Berge Feuerland - Ushuaia Tierra del Fuego - Argentinien
Schneebedeckte Berge an der Küste Patagoniens

Große Naturschutzgebiete, schützenswerte Flora und Fauna

Aufgrund der ausgedehnten, noch unberührten Landschaftsregionen, sowie der hohen Anzahl unterschiedlicher Lebensräume für Flora und Fauna, ist die Biodiversität, die Artenvielfalt im Land außerordentlich hoch. Unterschiedliche Klimazonen, von Tropen bis Alpin, und abwechslungsreiche Vegetationszonen tragen zum Artenreichtum des Landes bei. Fast 63% der Landesfläche Venezuelas sind als Schutzgebiete ausgewiesen. 43 Nationalparks schützen die besonders wertvollen Naturräume. Dies ist weltweit einzigartig. Insgesamt durchqueren etwa 1.000 Flüsse das Land Venezuela.

Karibischer Flair auf den Inseln

Vor der Küste von Venezuela befinden sich zahlreiche, große und kleine karibische Inseln. Isla Margarita ist die größte der Inseln und ein beliebtes Feriendomizil. Etwa 50 weiße, palmengesäumte Strände liegen an den Gefilden von Isla Margarita. Auf Margarita befindet sich der Nationalpark Laguna de la Restinga. Die unbewohnten Inseln von Los Roques sind ein besonderes Naturereignis und verkörpern den karibischen Traum.

Landkarte von Venezuela

 Landkarte Venezuela - nördliches Südamerika




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