Great Smoky Mountains Nationalpark - Tennessee - USA

Die Blauen Berge der Appalachen

Der Great Smoky Mountains Nationalpark ist der mit Abstand am meisten besuchte Nationalpark der USA. Über neun Millionen Besucher kommen jährlich in den Great Smoky Mountains Nationalpark. Der Nationalpark befindet sich im Osten der USA und erstreckt sich über die US-Bundesstaaten Tennessee und North Carolina.

Great Smoky Mountains
Blick auf Great Smoky Mountains Nationalpark

Die Great Smoky Mountains sind Teil des südlichen Appalachengebirges. Die Fläche des Nationalparks beträgt 2.110 km². Gegründet wurde der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark im Jahre 1934. Schon die Native Americans der Cherokee bezeichneten die Great Smoky Mountains als "blau-rauchende Berge".

Wertvolle Urwälder

Der Nationalpark bietet eine reichhaltige Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Noch heute sind die Great Smoky Mountains als Forschungsobjekt der Wissenschaft sehr begehrt. Immer wieder werden dort neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt.




Unglaublich vielfältige Flora und Fauna

Tiere im Great Smoky Mountains Nationalpark

Die Zahl der Säugetiere wird auf über sechzig geschätzt. Recht häufig (fast 2.000 Exemplare) trifft man den Schwarzbären in den Great Smoky Mountains an. Auch weitere größere Säugetierarten, wie der Rotwolf und Weißwedelhirsche leben im Schutzgebiet. An Kleinsäugetieren sind die Grau- und Streifenhörnchen, sowie Murmeltiere in den bergigen Regionen, weit verbreitet. Vogelarten hat man 240 gezählt im Nationalpark, dazu etwa 80 Reptilien- und Amphibienarten. In den Gewässern des Great Smoky Mountains Nationalpark tummeln sich 59 Fischarten. Der Nationalpark ist als sehr artenreich und äußerst wertvoll zu bezeichnen.

Pflanzen im Great Smoky Mountains Nationalpark

Die Waldflächen im Great Smoky Mountains National Park besitzen riesige Dimensionen. Innerhalb des Nationalparks werden fünf Arten von Laub- und Nadelwäldern unterschieden. Insgesamt besitzt der Nationalpark unglaubliche fast 130 Arten an Laub- und Nadelhölzern und 100 Straucharten. Die Anzahl der Pflanzenarten insgesamt wird auf über 4.000 geschätzt, davon etwa 1.600 blühende Pflanzen.

Blick über den Smoky Mountains Nationalpark - Grenze Tennessee und North Carolina
Great Smoky Mountains Nationalpark - Oconaluftee Overlook

Das Freilichtmuseum von Oconaluftee ist sehr sehenswert. Man sieht dort historische Bauten (Wohnhäuser, Scheunen, Kirchen, Schulen und Mühlen) aus der Zeit der Erstbesiedlung durch Weiße. Insgesamt verfügt der Nationalpark etwa über 80 historische Gebäude dieser Art. Nur saisonal sind die beiden Getreidemühlen im Nationalpark geöffnet. Während der Erntesaison kann man dort beim Mahlen von Maismehl zuschauen.

Freizeitaktivitäten im Nationalpark

Die Wälder der "Smokies" werden von unzähligen Wanderwegen durchkreuzt. Ihre Gesamtlänge beträgt etwa 1.400 Kilometer. Besonders beliebt ist es bei den Amerikanern, mit seinem Auto eine Tour auf einem der Scenic Drives durch den Nationalpark zu absolvieren. Über 600 Kilometer für Autos gut nutzbare Straßen besitzt der Nationalpark. Die Höchstgeschwindigkeit im Nationalpark beträgt 30 Meilen, das sind knapp 50 km/h. Die Scenic Drives bieten unglaublich schöne Aussichtsmöglichkeiten über den Nationalpark.

Der "Indian Summer" verwandelt jedes Jahr im Herbst die Wälder des Great Smoky Mountains Nationalpark in ein buntes und leuchtendes Farbenmeer.

historic building usa
Kleines Forsthaus im Great Smoky Mountains Nationalpark

Der Great Smoky Mountains Nationalpark ist für zahlreiche Freizeitaktivitäten sehr gut geeignet. Neben den Autotouren sind Wandern, Fahrradfahren, Fischen, Klettern, Reiten, Tierbeobachtung und Camping sehr beliebt. Außerhalb der betreuten Campingplätze ist das Campen auch im Hinterland des Nationalparks möglich. Man benötigt dazu die Erlaubnis der Nationalparkverwaltung.

Dazu gibt es noch vier Besucherzentren in den Gemeinden Sevierville, Gatlinburg und Townsend verteilt. Geöffnet ist der Great Smoky Mountains - Nationalpark ganzjährig, außer an Weihnachten.

Fortschreitender Holzeinschlag - zerstörte Natur

Nachdem die Ureinwohner vertrieben waren, entwickelte sich eine florierende Holzindustrie in den Great Smoky Mountains. Die Erschließung Amerikas durch die Eisenbahn verschaffte der Holzindustrie neue und unersättliche Absatzmärkte. So wurde das Holz aus den Great Smoky Mountains in weite entfernte Regionen des jungen amerikanischen Staatenbundes transportiert.

Ballonfahrt - Panorama - Smoky Mountains Nationalpark
Ballonfahrt über den Great Smoky Mountains Nationalpark

Weitsichtige Zeitgenossen stellten bald fest, dass durch den Holzeinschlag die wertvolle Natur der Great Smoky Mountains unwiederbringlich zerstören wird, falls der Holzeinschlag in diesem Tempo fortschreitet. Sie verbündeten sich zum Schutz der Wälder. Im Jahre 1926 hatten sie so viel Geld gesammelt, dass sie große Areale der Great Smoky Mountains kaufen konnten. Die dort ansässigen weißen Siedler und die Holzindustrie musste nun das Schutzgebiet verlassen.




Highlights im Great Smoky Mountains Nationalpark

Mit 2.025 Meter Höhe ist der Clingmans Dome die höchste Erhebung im Great Smoky Mountains Nationalpark. Abgesehen von der Natur der wunderschönen Wälder, sind die zahlreichen Wasserfälle und ursprünglichen Bachläufe innerhalb des Nationalparks äußerst sehenswert.


Landkarte USA Tennessee - Great Smoky Mountains Nationalpark

Trail of Tears

Die ersten weißen Siedler kamen im 18. Jahrhundert in das Gebiet der Great Smoky Mountains. Im Jahre 1830 unterschrieb der damaligen US-Präsident Andrew Jackson ein für die Native Americans folgenschweres Gesetz, den "Indian Removal Act". Daraufhin wurden auf die brutalste und menschenverachtendste Weise die im Gebiet der Great Smoky Mountains ansässigen Cherokee verjagt. Der Übermacht der Weißen hatten die Cherokee letztendlich nichts entgegenzusetzen.

Die Cherokee wurden in eigens geschaffene Reservate, in für weiße Siedler uninteressante Landstriche, umgesiedelt. Umsiedeln bedeutete, dass die Native Americans ihre neue Heimat zu Fuß erreichen mussten. Dieser unmenschliche Akt an den Cherokee, ein Todesmarsch, ging als "Trail of Tears" in die Geschichte ein.

Cherokee's Erben

Viele hundert Meilen mussten die Cherokee zurücklegen. Wer unterwegs nicht starb, der kam im Reservat an von Europäern eingeschleppten Krankheiten zu Tode. Nur wenige Chorokee überlebten das Martyrium. Einige der Cherokee konnten sich der Vertreibung entziehen. Ihr Versteck war das Areal des heutigen Great Smoky Mountains Nationalparks. Vollständig wurden die Cherokee also nicht aus dem Gebiet vertrieben. Heute gibt es noch Nachfahren der damals versteckt lebenden Native Americans.

Sehenswürdigkeiten im Nationalpark

  • Cades Cove
  • Catalochee
  • Deep Dreek
  • Clingmans Dome
  • Off the Beaten Path
  • Newfound Gap
  • Roaring Fork
  • Mount Sterling
  • Fontana Dam
  • Newfound Gap Road
  • Mount LeConte
  • Chimney Tops
  • Laurel Falls
  • Ramsay Cascades
  • Abram Falls
  • Mingus Mill
  • Mountain Farm Museum

Campgrounds im Great Smoky Mountains Nationalpark

  • Smokemont
  • Abrams Creek
  • Balsam Mountain
  • Big Creek
  • Deep Creek
  • Cataloochee
  • Cosby
  • Elkmont
  • Look Rock
  • Cades Cove

Besucherzentren im Nationalpark

  • Cades Cove
  • Oconaluftee
  • Sugarland
  • Clingmans Dome


Bildernachweis

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